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Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei Voith

Quelle: all-in.de
Quelle: all-in.de

Über die Presse haben wir von der geplanten und nun durchgesetzten Schließung des Voith-Standortes Sonthofen erfahren. Wir möchten an dieser Stelle unsere Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen ausdrücken, die hier vor die Tür gesetzt werden. Zu den Hintergründen verweisen wir auf diesen Artikel von der IG Metall.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten euch unsere Solidarität aus München aussprechen. Wir denken, dass euer Kampf alle nur mögliche Unterstützung verdient.


Die Kapitalseite hat offenbar ihren Standpunkt klargemacht. Eure Hütte wird geschlossen, um anderswo mehr Profit zu machen. Eigentumsrechte werden – notfalls mit Gerichtsbeschluss – gegen euch durchgesetzt. Doch ihr habt die Solidarität aller Lohnabhängigen auf eurer Seite – und das zu Recht. Euer Kampf ist nicht nur wichtig für euch oder Sonthofen, er ist wichtig für uns alle.

Standortschließung ist das stärkste Druckmittel der KapitalistInnen. Jeder Lohnkampf steht ständig unter den Vorzeichen, dass die Gegenseite droht Standorte dahin zu verlegen, wo billiger produziert werden kann. Internationale Konkurrenz zwischen den Lohnabhängigen im Interesse derer die ohnehin schon mehr als genug Geld haben. Jede Werksblockade, jeder Streik, jede Aktion von euch ist ein Signal an die KapitalistInnen, dass die lohnabhängige Klasse das nicht widerspruchslos geschehen lässt. Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei Voith weiterlesen

Gesundheit statt Profite – Einladung zur Vernetzung

Heute ist Tag der Pflegenden und Hebammen.

Diese Beschäftigungsgruppe wurde mit Ausbruch der Corona-Pandemie plötzlich hochgelobt, als „systemrelevant“ erkannt und viel beklatscht.

Was auch vielen bewusst wurde: flächendeckende Gesundheitsversorgung ist lebensnotwendig.

Auch wenn die erste große Welle scheinbar halbwegs glimpflich an Deutschland vorbei gerauscht ist, können wir jetzt nicht zur Normalität, in den Vor-Corona-Zustand, übergehen.

Schon vor Corona zeigten Beschäftigte und Gewerkschaften Mängel und Lücken im Gesundheitswesen auf. Kürzungen und Privatisierungen führten zwangsläufig zum Einsparen von Kapazitäten und prekären Arbeitsbedingungen.

Applaus reicht nicht. Es muss sich etwas ändern. Gesundheit darf nicht unter marktwirtschaftlichen Prinzipien organisiert werden. Wir brauchen ein System, dass sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und nicht am Profit. Dass Menschen die Behandlung zu kommen kann, die sie brauchen, Daseinsvorsorge sichert und gleichzeitig zumutbare Arbeitsbedingungen hervorbringt.

Lasst uns weiter dafür kämpfen! Wir laden euch dazu ein der Telegram-Vernetzungsgruppe für Diskussionen und gemeinsame Aktionen beizutreten.

Wir müssen klar machen, dass Klatschen nicht reicht. In München und Umgebung fand zum Ausbruch der Pandemie in Deutschland schon ein Aktionstag statt. Die Berichte könnt ihr hier nachlesen:

Aktionstag “Gesundheit statt Profite” in München
Banner-Drop an der Helios-Klinik in Dachau

 

 

Kundgebung: Was bleibt von dem Geklatsche…? Für Gesundheit statt Profite!

 

Soziale Krise? – Einladung zur gemeinsamen Vernetzung im Sozialen Bereich

Die Corona-Krise ist in allen Lebensbereichen angekommen und macht auch vor der Sozialen Arbeit nicht Halt. Ganz im Gegenteil. Er trifft uns als Beschäftigte, genauso wie die Menschen mit denen wir arbeiten. Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) hat zu der Situation der Klient*innen bereits ein Statement veröffentlicht, welches ihr unter http://www.aks-muenchen.de/2020/03/stellungnahme_zur_coronapandemie/ findet.

Aber auch für uns als Beschäftigte im Sozialen Bereich geht es gerade rund. An vielen Stellen nimmt die Arbeitsbelastung zu, teilweise wurde das Arbeitsrecht ausgehebelt, Schutz- und Sicherheit der Arbeitnehmer*innen sind in Gefahr oder Finanzierungen sind unsicher.

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Der 1. Mai in München: kämpferisch auf der Straße

Ein ergeignisreicher 1. Mai liegt hinter uns. Trotz Versammlungsverboten und Einschränkungen nahmen sich überall in Deutschland tausende Menschen die Straßen. Kollektiv und ausdrucksstark wurde der Kampf um eine befreite Gesellschaft auf die Straße getragen.

Wir teilen hier mit euch Berichte zu den Aktivitäten in München (Quelle: de.indymedia.org)

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#1MaiBleibt – am 1. Mai für eine solidarische und klassenlose Gesellschaft auf die Straße

Dieses Jahr ist alles anders. Seit Wochen machen sich linke Kräfte Gedanken über alternative Aktionsformen in Zeiten von Corona. Auch der 1. Mai wird dieses Jahr kreativ begangen werden müssen. In München gibt es eine Initiative, die eine Mobilisierung und Aktionen organisiert. Wir rufen auf sich zu beteiligen. Den Aufruf und die Aktions-Updates könnt ihr hier nachlesen.

Als Teil der bundesweiten Plattform “Nicht auf unserem Rücken” haben wir zur „Roten Tücher – Aktion“ aufgerufen. Gemeinsam rufen wir dazu auf, an den Mobilisierungen zum 1. Mai fest zu halten. Und dieses Vorhaben wollen wir mit unseren „Roten Tüchern“ nach draußen tragen. Denn: Unseren Kampftag kann man nicht absagen. Seit über 130 Jahren gehen jedes Jahr am 1. Mai international Arbeiter*innen auf die Straße, um gegen das kaputte System des Kapitalismus und eine gesellschaftliche Alternative zu kämpfen. Für dieses Jahr haben die DGB-Gewerkschaften die Demonstrationen zum 1. Mai schon vor Wochen abgemeldet. Zwar können wir anders als sonst in der jetzigen Situation, mit der hohen Ansteckungsgefahr, den traditionellen Kampftag der Arbeiter*innen-Klasse nicht mit tausenden Geschwistern und Genoss*innen kämpferisch auf der Straße begehen. Dennoch ist es gerade in dieser Situation besonders notwendig als Klasse unsere Positionen sichtbar zu machen. #1MaiBleibt – am 1. Mai für eine solidarische und klassenlose Gesellschaft auf die Straße weiterlesen

1. Mai unter Ausgangssperre, was heißt das für unsere Aktionen? – Rechtliche Tipps

Der diesjährige 1. Mai steht unter besonderen Vorzeichen. Immer noch herrscht in Bayern Ausgangsbeschränkung; in welchem Rahmen Versammlungen erlaubt werden und wie die Polizei gegen nicht angemeldete Meinungsäußerungen vorgehen wird ist nicht im Detail absehbar. Trotzdem mobilisieren Initiativen auf eine Demo um 10 Uhr mit Strat am DGB-Haus. Gerade wenn wie jetzt nicht ganz klar ist wie der Tag ablaufen wird ist es gut sich die alten und bewährten Tipps zum Thema Sicherheit nochmal einzuprägen. Die Punkte haben natürlich bei allen Aktionen ihre Berechtigung, der 1. Mai ist aber sicher ein guter Anlass sich diese nochmal in Erinnerung zu rufen…

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Durchbrechen wir die Isolation – Video zu 1 Monat Zukunft erkämpfen!

Mitte März haben wir uns zusammengeschlossen, um während der Corona-Krise Solidarität und Widerstand zu organisieren. Weil es gerade zu Krisenzeiten besonders wichtig ist, für unsere Interessen einzutreten, von der Gesellschaft Ausgeschlossene zu schützen und uns gemeinsam zu organisieren.

Weil sich gerade in Krisenzeiten zeigt, dass sich alles sehr schnell ändern kann. Dass unser profit- und konkurrenzbasiertes System nicht in Stein gemeißelt ist. Dass eine andere Welt möglich ist. Solidarisch und demokratisch.

In diesem Video seht ihr einige Aktionen der letzten Wochen, die zeigen: auch in Zeiten von Ausgangssperren und Überwachung können wir aktiv bleiben. Lasst uns gemeinsam die Isolation durchbrechen!

Veranstaltung mit Lucas Zeise – Die aktuelle Krise und die Finanzmärkte

Livestream mit Chat. Montag 4.5. – 19:00 Uhr

Link zum Stream: openstreams.dev/#/Zukunfterkaempfen

Die Regierung verabschiedet Milliarden-Hilfspakete, der Ölpreis fällt ins Negative und die EU diskutiert über Euro-Bonds. Aber was genau steht hinter all den Finanznachrichten, die uns jeden Tag in die Timeline gespült werden? Was ist seit dem Crash 2008 an den Finanzmärkten passiert, wie lässt sich die aktuelle Krise erklären und wem genau hilft die Regierung eigentlich aktuell?

Lucas Zeise ist Ökonom und Marxist. In der Vergangenheit hat er für das japanische Wirtschaftsministerium, die deutsche Aluminium-Industrie und die Financial Times Deutschland gearbeitet und dabei veruscht, den Finanzmarkt und seinen Akteuren so nahe wie möglich zu kommen. Danach war er Chefredakteur der kommunistischen Zeitung „Unsere Zeit“ und hat verschiedene Bücher über das Geld und den Finanzsektor veröffentlicht. Am 4.5. wird er mit uns über die Krise und den Finanzmarkt sprechen und dabei versuchen, einen Überblick über das Chaos an Meldungen zu schaffen, die wir jeden Tag in der Zeitung lesen.

Kundgebung im Rahmen des bundesweiten Aktionstages für Freiheitsrechte

Das bundesweite Netzwerk #nichtaufunseremrücken hat für den 25.04. zu einem Aktionstag aufgerufen unter dem Motto Keine Quarantäne für Freiheitsrechte. In München haben wir eine Kundgebung unter absurden Auflagen der Versammlungsbehörde organisiert.

Ca. 30 Personen haben sich auf dem Giesinger Bahnhofsvorplatz versammelt um insbesondere für Versammlungsfreiheit und Asylrecht einzutreten. Die Kundgebung fand unter absurden Auflagen statt. So wurde im Vorfeld untersagt die Kundebung öffentlich zu bewerben, elektronische Schallverstärkung zu benutzen oder Flyer an Passanten zu verteilen.

 

Mit analogem Megafon ausgerüstet haben wir versucht mit den Auflagen kreativ umzugehen und ein Mindestmaß an Außernwirkung zu erreichen. Die Kundgebung hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist, sich mit Genehmigung zu versammeln, dass dies aber nur eine von vielen Formen neben politischen Spaziergängen, Schlangestehen und anderen Formen sich den öffentlichen Raum zu nehmen seien kann.

So oder so, wir machen weiter!

#KeineQuarantäneFürFreiheitsrechte
#NichtAufUnseremRücken