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Online-Veranstaltung: Arbeitskämpfe

Wir wollen darüber reden warum Arbeitskämpfe so wichtig sind und trotzdem so selten medial aufgegriffen werden, obwohl sie ständig und überall passieren.

Was es für Formen gibt, wie sie organisiert sind und hoffentlich noch vieles mehr wollen wir bei einer Online-Veranstaltung diskutieren.

Dazu haben wir Menschen eingeladen, die an unterschiedlichen Positionen Arbeitskämpfe organisiert, geführt oder dokumentiert haben.

Wir freuen uns zu sprechen mit:

  • einem Gewerkschafter der IG Metall Baden-Württemberg
  • dem Kollektiv LabournetTV, welches weltweit Klassenkämpfe aus Sicht der Arbeiter*innen dokumentiert
  • einer linken Gewerkschafterin aus der Druck- und Medienbranche
  • einem lanjährigen Betriebsaktivisten aus dem Krankenhaus

Link zur Veranstaltung am 13. Mai um 19 Uhr hier auf dem Blog vom Barrio Olga Benario: http://barrio-benario.de/online-barrio/

Tarifverhandlungen im Einzelhandel

Wir wollen uns mit den Kämpfen der Beschäftigten solidarisieren und ihr solltet das auch tun!

Teile des Einzelhandels gehören zu unserer lebenswichtigen Infrastruktur. Gerade im Lebensmittelbereich bedeutet Corona eher mehr Arbeit als weniger. Die Beschäftigten sind gesteigerter Belastung und gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig bedeutet Corona für die Chef*innen riesige Gewinne. So konnte z.B. der Inhaber von Lidl und Kaufland, Dieter Schwarz, innerhalb der letzten zwei Jahre einen Vermögenszuwachs um 63 Prozent feiern. Das ist Rekord in der BRD. Sein Vermögen beträgt nun satte 36,8 Milliarden US-Dollar. Dass ein Unternehmer aus dem Einzelhandel hier den Rekord hält, liegt nicht daran, dass er während der Krise besonders viel gearbeitet hätte, sondern daran dass die Arbeiter*innen im Einzelhandel bei nochmal gesteigertem Arbeitspensum, gleichbleibend miese Löhne erhalten. Denn diese liegen sogar unter dem Niveau, das bei 45 Jahren durchgehender Vollzeitbeschäftigung notwendig wäre, um im Rentenalter nicht in Armut leben zu müssen.
Aber auch Unternehmen wie H&M, die wegen Corona Gewinneinbußen verzeichneten, haben immer noch genug Kohle, um ihren Beschäftigten höhere Löhne zu zahlen. Der Gewinn von H&M betrug 2020 immer noch 122 Millionen Euro. Und das nicht zuletzt, weil die Angestellten mit Kurzarbeiter*innengeld versorgt werden, das aus ihren eigenen und unseren Arbeitslosenversicherungsbeiträgen finanziert wird. Es ist in unser aller Interesse, dass H&M den Gewinn an die Beschäftigten weitergibt. Denn Menschen, die für Dumpinglöhne arbeiten, sind auf Kurzarbeiter*innengeld, Aufstockung in der Rente, Wohngeld oder andere Sozialleistungen angewiesen, die aus Steuergeldern finanziert werden. Folglich zahlen alle lohnabhängigen Beschäftigten dafür, dass einige wenige Unternehmensbesitzer*innen auch in Krisenzeiten saftige Gewinne in ihre eigenen Taschen stecken können. Wir sind solidarisch mit den streikenden Beschäftigten im Einzelhandel, weil sie für uns als lohnabhängig Beschäftigte mitstreiken – für höhere Löhne, gegen Altersarmut und mehr Verteilungsgerechtigkeit! Tarifverhandlungen im Einzelhandel weiterlesen

Kundgebung: Wohnraum vergesellschaften!

Am Montag waren wir mit der Kundgebung „Wohnraum Vergesellschaften“ am Marienplatz, um gegen die miserable Wohnraumpolitik der Stadt München zu protestieren. Da die Stadt ihr Vorkaufsrecht für Wohnraum für die vier Anwesen in München Sendlung nicht in Anspruch genommen hat, sind wie so oft zahlreiche Mieter:innen akut von Verdrängung aus ihrem Viertel bedroht. Diese Lobbypolitik für Investoren und Bauunternehmen ist eine Schweinerei, die wir nicht einfach so hinnehmen wollen. Danken möchten wir der frisch gegründeten Mieter:innen-Intitiative eines betroffenen Mietshauses in Sendling und dem Bündnis Ausspekuliert für ihre Redebeiträge.
Diese Wohnraumpolitik betrifft uns alle, also kämpfen wir gemeinsam dagegen an bis zur Enteignung aller Wohnraumkonzerne!

Aktion bei Caritas – Tarifverträge her!

Wir haben die Caritas und Diakonie besucht: Keine Profite mit der Pflege!

Altenpflegekräfte schuften für viel zu niedrige Löhne. Jetzt hätten sie einen Mindestlohn von 12,55€ bekommen sollen, per Tarifvertrag und allgemeingültig in allen Einrichtungen. Doch Caritas und Diakonie haben diesen Mindestlohn blockiert. Von wegen christliche Nächstenliebe: Pflegekräfte, während der Pandemie noch als Held*innen und systemrelevant gefeiert, werden so verarscht.
Wir fordern für alle Pflegekräfte: 
– Eine bessere Bezahlung 
– Mehr Erholung 
– Weniger Überstunden
– Streikrecht für alle 
– Die Reichen sollen die Krise zahlen.

Open-Air-Kino: Luft zum Atmen

Der Klassenkampf von oben ist alltäglich und wir spüren seine Auswirkungen ständig, sodass er häufig nicht mehr wahrgenommen wird. Der 1. Mai als internationaler Kampftag der Arbeiter*innenklasse ist der Tag an dem sich die Kämpfe von unten verbinden. Gleichzeitig werden hier Klassenkampf von oben und der Widerstand dagegen sichtbar gemacht. Als Vorbereitung auf diesen Tag zeigen wir euch am 23. April ab 19h auf dem Spitzingplatz die Dokumentation „Luft zum Atmen“ als konkretes Beispiel betrieblichen Widerstands.
Seit Anfang der 70er haben oppositionelle Gewerkschafter*innen (GoG) im Opelwerk Bochum unterschiedliche Aktionsformen wie wilde Streiks genutzt, um die Belegschaft zu organisieren und die Interessen ihrer Kolleg*innen durchzusetzen. Der Film zeigt, wie Gewerkschaftsarbeit aussehen kann und welche Möglichkeiten der Selbstermächtigung es im Arbeitsalltag gibt. 
Nach dem Film wollen wir gemeinsam diskutieren wie wir die Erfahrungen der Genoss*innen auf unsere Kämpfe heute übertragen können. 
Für Sitzgelegenheiten dürfen wir aus versammlungsrechtlichen Gründen selbst nicht sorgen, also packt eure PickNick-Decken ein. Tragt Masken und achtet auf dem Platz auf die Einhaltung der Abstände!

Demo gegen Ausgangssperren

Wir haben keinen Bock mehr – und das haben wir heute laut und kämpferisch gezeigt!

Mit knapp 350 Menschen haben wir heute in München gegen die Ausgangssperren demonstriert. Demobeginn: 22Uhr – der Zeitpunkt, an dem auch die Ausgangssperren in München begonnen haben.

Unter dem Motto „Ausgangssperre für das Kapital“ haben wir gezeigt, das wir keine Lust mehr haben, uns durch wirkungslose Maßnahmen zuhause einsperren zu lassen, so lange wir gleichzeitig dazu gezwungen werden, jeden Tag in der Arbeit und Schule dutzende Menschen zu treffen.

Wir stehen für eine konsequente Schließung der Betriebe, bei vollem Entgeltfortzahlung für die Beschäftigten. Für eine konsequente Notbetreuung in den Kitas und eine Freistellung der Eltern, um ihre Kinder nicht während dem Home-Office betreuen zu müssen. Uns reicht`s. Lasst uns als Klasse kämpfen gegen ein Krisenmanagement für das Kapital.

Privat isolieren – Wirtschaftlich funktionieren?

Ab Mittwoch gilt in München eine Ausgangssperre ab 22 Uhr. Wieder mal. Und die Schulen und Betriebe? Bleiben offen. Dagegen werden wir noch am selben Abend um 22 Uhr auf die Straße gehen! Völlig frei von jeder Sympathie für Querdenken und Co. wollen wir autoritäre Maßnahmen wie diese schlicht nicht mehr akzeptieren.
Während die Menschen weiterhin jeden Tag in vollen Bussen und Bahnen zur Arbeit fahren müssen, die Schulen wieder mehr und mehr öffnen und geflüchtete Menschen weiterhin auf engstem Raum zusammengedrängt werden, profiliert sich die Politik weiter durch „harte Maßnahmen“. Und hart“ heißt dabei natürlich: Hart für unser Privatleben – weich für die Konzerne.
Ausgangssperren, deren positive Wirkung auf das Infektionsgeschehen in der Wissenschaft umstritten sind, treffen nicht die Reichen, die weiter in ihren privaten Gärten draußen chillen können. Sie treffen die lohnabhängige Bevölkerung, die auf dem Weg zur Arbeit und in der Arbeit zwar oft mit dutzenden Menschen zusammenkommen. Die aber im Anschluss so nicht einmal mehr ein oder zwei Freunde treffen können, weil zwischen Arbeitsende und dem Beginn der Ausgangssperren die Zeit nicht reicht.
Wir sagen: Schließt die Betriebe – bei voller Lohnfortzahlung statt Milliarden für Aktionär:innen und Großkonzerne. Pandemieschutz, der nur unser Privatleben einschränkt, ist für den Arsch. Und: Gebt die Patente für die Impfstoffe frei, ihr Mörder!
Uns langts! 

Kommt zur Demonstration am Mittwoch, den 14.April | Start: 21:45 Uhr Fraunhoferstraße (Ecke Baaderstr.)!

Rücksichtsvoll und mit Maske
!
Schwurbler*innen und Corona-Leugner*innen können zuhause bleiben!

PS: Die Demonstration ist angemeldet, die Teilnahme legal. Auch auf dem Heimweg könnt ihr nicht dafür belangt werden, noch draußen zu sein.

1. Mai | Tag der Arbeiter*innenklasse | Aktionen in München

Der 1. Mai ist der Kampftag der Arbeiter*innen. Wir gehen auf die Straße um für eine gerechte, eine bessere Welt für alle zu kämpfen. An diesem Tag bündeln wir unsere Kräfte und zeigen mit vielen Kollleg*innen und Genoss*innen, dass es uns reicht. Wo Ausbeutung und Unterdrückung an der Tagesordnung sind gibt es auch Widerstand. Eine schlagkräftige Gegenmacht von unten aufzubauen ist unser Ziel, um einen Bruch mit der Kapitalismus zu erkämpfen.  Denn nur so können wir eine klassenlose Gesellschaft aufbauen, in der wir nicht für den Reichtum von einigen wenigen buckeln.
Am 1. Mai verbinden wir die Kämpfe aus den verschiedenen Branchen und auch aus dem politischen Widerstand. Denn ein Ende mit dem Kapitalismus bedeutet auch ein Ende mit dem Patriarchat, mit dem Klimawandel und ein entgültiger Sieg über den Faschismus.
Am 1. Mai wird es in München vielfältige Aktionen geben. Wir sind Teil der Initiative für einen revolutionären 1. Mai. Den Aufruf könnt ihr hier lesen.

10 Uhr: Gewerksdemo, DGB-Haus (Schwanthalerstraße)

13 Uhr: Revolutionäre 1. Mai Demo, Rindermarkt

15 Uhr: Kulturkundgebung, Zenettiplatz

Freizeit ist unsere Arbeit


Mieses Wetter, harte Zeiten. Das betrifft leider auch unsere geplante Kulturkundgebung am 17. April. Für die Küsntler*innen wird es mit diesen Witterundbedingungen nicht möglich sein ein cooles Programm aufzuführen. Aber nicht traurig sein. Wir holen das natürlich anch und haben direkt schon einen Ersatztermin: 26. April 18 Uhr Reichenbachbrücke. Achtet auf Ankündigungen wegen Wetter und Corona.

Die Reichen werden während der Pandemie immer reicher. Wir Kulturschaffenden und Beschäftigte der Gastrobetriebe kämpfen dafür seit Monaten ums Überleben. Mit den Soforthilfen hapert es hinten und vorne, Perspektiven sind nicht in Sicht. Wir werden alleine gelassen und müssen selbst schauen, wo wir bleiben.

Klar ist, dass eine Öffnung der Kultur- und Gastrobetriebe nicht die Lösung sein kann, auch wenn wir alle mal wieder Lust auf Theater und nette Abende im Biergarten hätten. Aber das Infektionsgeschehen lässt das aktuell nicht zu. Was wir tun können, ist eine Anklage an dieses System zu richten: schließt endlich alle nicht lebensnotwendigen Bereiche, und entschädigt jene, die nicht mehr arbeiten können, damit diese Pandemie nicht noch mehr Menschen das Leben kostet. Was bringen die Einschränkungen, die nur den privaten Bereich und den Handel betreffen, wenn sich trotzdem Millionen Menschen tagtäglich in die U-Bahn quetschen müssen? Warum werden nicht flächendeckende, einheitliche Maßnahmen für ALLE Bereiche in  Erwägung gezogen? Weil die Wirtschaft darunter leidet! Weil die Wirtschaft  offensichtlich wichtiger ist als Menschenleben!

Es reicht! Gehen wir gemeinsam auf die Straße und sagen: Diese Krise nicht auf unserem Rücken! Die Reichen zur Kasse!

Kommt zur Kundgebung von Freizeit ist unsere Arbeit!

17. April, 16 Uhr, Marienplatz

Housing Action Day 27.03.2021


Dieses Plakat zierte anlässlich des Housing Action Days die Allianz Realestat, „den größten Immobilieninvestor der Welt“.

Damit ist die Allianz mitverantwortlich für Wuchermieten und die Verdrängung von Menschen aus den Städten. Wir haben keinen Bock mehr, dass über die Hälfte unseres Einkommens für die Miete drauf geht. Wir haben keinen Bock, dass die Innenstädte immer cleaner werden und nirgends mehr Raum ist für die Menschen, die diesen Laden hier am Laufen halten. Auch Pflegekräfte und Erzieher*innen müssen wohnen. Und wir wollen würdig wohnen! Wir haben keinen Bock auf eine Stadt der Reichen. Wir wollen kulturelles Leben, das wir uns leisten können und wir brauchen Kinderbetreuungsplätze – umsonst! Deshalb kämpfen wir für die Enteignung der Immobilienkonzerne. Damit die Reichen nicht auf unserem Rücken immer reicher werden.