Über 12.000 Kolleg:innen waren vergangenen Dienstag am zentralen Streiktag zum Tarifvertrag der Länder (TV-L) auf der Straße, um für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Wir beteiligten uns an der zentralen Streikdemonstration mit einem großen Banner und verschiedenen Schildern, die wir vergangene Woche gemeinsam mit Kolleg:innen aus dem Uniklinikum und der Technischen Universität München (TUM) gebastelt hatten.
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Auf zum Gesamtstreik im TV-L!
Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten der Länder im öffentlichen Dienst endete mit einer Kampfansage der Arbeitgeber: kein Angebot. Alle Forderungen für einen Tarifvertrag, von dem man bei Inflation, teuren Energiepreisen und steigenden Mieten leben kann, wurden abgelehnt. Abgelehnt mit einer Überheblichkeit, die nur einem Zweck dient: uns zu entmutigen.
Dazu wollen die Arbeitgeber:innen uns mit der Jammerei vom immer gleichen Märchen einlullen: Kein Geld da, leere Kassen bei den Ländern, in Krisenzeiten müssen wir alle den Gürtel etwas enger schnallen… Das heißt im Klartext: Der Staat nimmt in Kauf, dass seine Beschäftigten ärmer werden. Das Verhandlungsziel der Arbeitgeber sind schlechte Gehälter für große Teile der Belegschaft. Tarifkämpfe sind unser einziges Mittel, um der Inflation etwas entgegenzusetzen.
Hochschulstreiktag im TV-L
+++ Große Beteiligung am Hochschulstreiktag in München +++ 2500 Kolleg:innen auf der Straße +++ Weitere Streiks angekündigt +++
Wir haben gestern die Kolleg:innen aus den Hochschulen, aber auch aus Theatern und Verwaltung bei ihrem ersten gemeinsamen Warnstreik im Rahmen der aktuellen Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag der Lander (TV-L) unterstützt. Die Beteiligung von über 2500 Kolleg:innen war dabei ein großer Erfolg. In verschiedenen Reden wurde die Abwälzung der Krise auf unseren Rücken angeprangert. Auch viele Studierende haben sich am Streik beteiligt. Sie fordern einen bundesweiten Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TV-Stud). Und das war erst der Anfang, weitere Streiks wurden angekündigt. Unter anderem die Beschäftigten der Unikliniken sollen im weiteren Verlauf der Woche in den Streik treten.
Themenabend „Arbeitszeitverkürzung“
Zukunft Erkämpfen und die Münchner Gewerkschaftslinke/VKG laden ein zu einer Veranstaltung zum Thema „Arbeitszeitverkürzung“
Im Herbst 2023 beginnt der Tarifrunde in der Stahlbranche. Die IG Metall hat sich erfreulicherweise dort die Arbeitszeitverkürzung als Kampfziel auf die Fahnen geschrieben. Die Umbrüche im produzierenden Sektor (Industrie 4.0, Transformation zu einer klimaneutralen Produktion) und ihr großes Rationalisierungspotential machen das Thema „Arbeitzeitverkürzung“ in der ArbeiterInnenbewegung wieder hochaktuell. Um für zukünftige Klassenkämpfe lernen zu können, haben wir zwei Kollegen eingeladen, die schon in den 80er Jahren in den Auseinandersetzungen um die 35 Stunden/Woche beteiligt waren.
Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 14. Oktober, um 17 Uhr im Barrio Olga Benario. Ab 19 Uhr gibt es wie jede Woche den Barrio-Abend mit Essen, Getränken und der Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen und sich auszutauschen.
TVöD 2023 – Hoffnungsschimmer oder Trostpflaster?
Tarifverhandlungen erfüllen verschiedene Rollen. Sie können befriedend wirken in einer Sozialpartnerschaft, sie können aber auch Kampferfahrung und Klassenbewusstsein stärken. Der diesjährige TVöD war angesichts der Inflation seit 2022 und der Bedeutung des Tarifvertrags mit ca. 10 Mio direkt und indirekt Betroffenen von besonderer Bedeutung. Wir wollen hier einen kurzen Rückblick auf die diesjährige Runde im öffentlichen Dienst geben und unser Fazit zum Ergebnis und dem Verlauf ziehen.
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Kämpferische Demo zum Housing Action Day
Anlässlich der internationalen Housing Action Days haben wir heute gegen die schleichende Verdrängung der breiten Bevölkerung aus den Städten, gegen die Übermacht der Immobilienkonzerne und gegen die Behandlung unseres Wohnraums als Kapitalanlage protestiert. Bei der Anfangskundgebung am Zenettiplatz gab es starke Redebeiträge von Gemeinwohl Wohnen und eine klassenkämpferische Perspektive auf Mietkämpfe durch Zukunft Erkämpfen.
Großstreik im TVöD
+++ 6000 Kolleg:innen bei Großstreik in München +++ Antikapitalistische Beteiligung mit der ver.di-Jugend +++ 100 Mrd für den ÖD statt Waffen +++
Beim Großstreik im Öffentlichen Dienst in München beteiligten sich vergangenen Dienstag über 6000 Kolleg:innen. Als Aktive und Streikende aus dem Offenen Frauentreffen und von Zukunft Erkämpfen beteiligten wir uns an der Kundgebung am Odeonsplatz, wo sich die Jugend und der Sozial- und Erziehungsdienst sammelten. Neben unserem Infostand gestalteten wir gemeinsam mit vielen Kolleg:innen ein Hochtransparent. Papierschnipsel mit Forderungen ergaben zusammengesetzt die Parole: „100 Mrd für uns statt Waffen“. Wir sind wütend, dass für die Bundeswehr mal eben 100 Milliarden locker gemacht werden und uns gleichzeitig erklärt wird, für den Öffentlichen Dienst sei kein Geld da. Gerade in der aktuellen Zeit voller Kriegspropaganda ist es wichtig, dass wir uns klar gegen die massive Aufrüstung positionieren.
Jetzt oder nie! Groß-Streik-Tag im TVöD in München
Kommenden Dienstag geht’s nochmal richtig rund in der Tarifrunde Öffentlicher Dienst. Zum Streik aufgerufen sind alle Beschäftigten des TVöD in ganz München und Region. Lasst uns die streikenden Kolleg:innen dabei unterstützen! Wir treffen uns am 21.03. um 8:30 Uhr am Odeonsplatz vor der Theatinerkirche, um gemeinsam mit der ver.di Jugend und den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst eine kämpferische Streikerfassung zu gestalten. Anschließend ziehen wir um 10:30 Uhr als Demo zur zentralen Kundgebung am Marienplatz.
Schließt euch uns an! Für eine kämpferische Tarifrunde!
Unsere Positionen zur Tarifrunde findet ihr in unserem Aufruf.
Themenabend: Start Wearing Purple
Wir freuen uns, am Freitag, 24.03. um 19 Uhr die Dokumentation „Start Wearing Purple“ von im Barrio Olga Benario zu zeigen. Der Film folgt fünf Berliner*innen mit verschiedensten Hintergründen und Lebensgeschichten während der Kampagne Deutsche Wohnen & Co enteignen. Sie finden sich zwischen fast zweitausend engagierten Menschen wieder, um gemeinsam für die gleiche Sache zu kämpfen. Obwohl sich ihre persönlichen Beweggründe unterscheiden, glauben sie daran, die größten Immobilienunternehmen der Stadt enteignen können.
Housing-Action-Day 2023
Am 2. April ist es wieder soweit. Die europaweiten Aktionstage zum Thema Mietenpolitik stehen an. Lasst uns gemeinsam zum Housing Action Day auf die Straße gehen. Denn besonders jetzt, in Zeiten der Krise, sind es wir Mieter*innen, die doppelt bezahlen müssen. Nicht nur die Nebenkosten sind für uns alle eine immer größere Zumutung; unsere Wohnungen stellen auch eine der sichersten und profitversprechendsten Investitionsmöglichkeiten in Krisenzeiten dar. Auf den Staat und auf das Gerechtigkeitsgefühl derer, die mit unserem Zuhause Gewinn machen, ist kein Verlass. Darum gehen wir zusammen auf die Straße: gegen profitorientierte Wohnpolitik und für die Vergesellschaftung des Wohnraums. Die Häuser denen, die darin wohnen!