Mahnwache am Freitag 12.06.: Femizide stoppen!

102452610_141922190803429_190102301090107877_n(via Offenes Frauen*treffen München)

Es heißt Femizid! Stoppt Gewalt gegen Frauen*!

Mahnwache – Freitag 12. Juni – 17:00 Uhr – Rotkreuzplatz

Jeden Tag versucht ein Mann eine Frau* zu töten, häufiger als jeden dritten Tag gelingt dies. Seit dem Jahreswechsel wurden 87 Frauen* ermordet.

Diese Morde werden leider all zu häufig in den Kontext von Familiendramen oder als Übergriffe von Tätern im psychischen Ausnahmezustand gestellt.

Wir sagen nein! Es heißt Femizid. Frauen* werden ermordet und angegriffen weil sie Frauen* sind.

Vielerorts schließen sich Frauen* zusammen um diese Gewalttaten und Morde nicht still hinzunehmen und sich gegen das patriarchale System aufzulehnen.

Als Teil der Frauen*bewegung führen wir auch unter den Bedingungen des
Corona-Ausnahmezustands unsere Kampagnen und Arbeiten fort. Gerade in der jetzigen Situation, der häuslichen Isolation, nimmt die Gewalt im persönlichen Umfeld sprunghaft zu. Eine aktuelle Studie berichtet von einem massiven Anstieg der Vergewaltigungen. 3,6% aller Frauen* wurden während des Lockdowns vergewaltigt.

Wir sagen: Schluss damit! Kämpfen wir für eine Gesellschaft, in der Frauen* frei und sicher leben können. Schließen wir uns zusammen und organisieren den Frauen*kampf. Nur wenn wir uns zusammenschließen und einen gemeinsamen Kampf organisieren können wir dieses patriarchale System stürzen. Denn das Patriarchat fällt nur mit der sozialen Revolution.

Nach einer ersten Mahnwache am 8. Mai laden wir euch nun zu einer weiteren Aktion ein. Wir veranstalten eine Mahnwache am Rotkreuzplatz mit Reden und Visualisierung der Opfer im öffentlichen Raum.

Frauen* und die Corona-Krise – Diskussion über Lebensrealitäten und Frauen*kampf – Livestream am 27.4.

Livestream mit Chat. Montag 27.4. – 20:00 Uhr

Link zum Stream: openstreams.dev/#/Zukunfterkaempfen

Die Corona-Krise trifft, wie alle Krisen, besonders hart die Unterprivilegierten, die Unterdrückten, die Ausgebeuteten, denn die Krise verschärft soziale, rassistische aber auch geschlechtsspezifische Ungleichheiten. Diese Veranstaltung beschäftigt sich vor allem mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf Frauen*. Warum sind Frauen* besonders betroffen?

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Kämpft weiter Schwestern* – Frauen*kampf Aktionen in München

Frauen* der lohnabhängigen Klasse tragen in diesem patriachalen System eine doppelte Last.
 

 

Sie sind es meistens, die einen kräftezerrenden, unbezahlten Alltag aus Betreuung von Kindern, Eltern und Nachbarn und Haushalt bestreiten müssen. Gleichzeit besteht die Ausbeutung durch den Kapitalismus. Es sind auch überwiegend Frauen*, die in gesellschaftlich notwendigen Jobs arbeiten, die grundsätzlich unterdurchschnittlich bezahlt werden.  Auch wenn Politiker*innen in ihren Reden die Wichtigkeit von Pflegekräften* hervorheben, sind es vor allem diese Bereiche, in denen die Angestellten durch den Kapitalismus ausgebeutet und unterdrückt werden.
 

 

Während Corona erleben wir eine Zuspitzung dieser Verhältnisse: 
 

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18.4. Aktionstag: Frauen*solidarität! #jetzterstrecht

Wir teilen hier mit euch einen Aufruf zu einem Aktionstag des Aktionsbündnis 8. März aus Stuttgart. Auch wir in München werden uns daran beteiligen. Am kommenden Samstag können Frauen bis 14 Uhr Bilder von Transparenten an das Aktionsbündnis in Stuttgart senden oder unter dem Hashtag #jetzterstrecht teilen. Ab 15 Uhr treffen wir uns dann zu einer Online-Demoroute: Die Route wird im Laufe der Woche vom Aktionsbündnis 8. März geteilt. Wir ergänzen sie dann hier.

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Spaziergang der besonderen Art! Das Patriarchat macht uns krank!

Frauen* veranstalten erfolgreich politischen Spaziergang im Olympiapark!

 
Warum wegen der Coronagefahr das öffentliche Leben heruntergefahren wurde und es wichtig ist, sich und andere, vor allem Risikogruppen, zu schützen, kann jede*r verstehen. Gleichzeitig wird dadurch aber auch die Ungleichheit in unserer Gesellschaft sichtbar: Und   wieder ist es die lohnabhängige und prekär lebende Klasse, die am meisten unter der Politik der Reichen und Mächtigen leidet.

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„In der Krise halten Frauen* alles zusammen!“

Diese oder ähnliche Schlagzeilen konnten wir in den letzten Wochen immer wieder lesen. Wir sagen: Die Corona-Krise machtverschärft sichtbar, wofür bis vor wenigen Wochen noch zu wenig Aufmerksamkeit und und der Wille zu politischem Handeln bestanden hat:

Durch die Corona-Pandemie wird deutlich, welche Berufe gesellschaftlich notwendig sind, ohne die die Gesellschaft nicht am Laufen gehalten werden kann. Das sind Pflegekräfte, Reinigungskräfte, Verkäufer*innen im Lebensmittelhandel, Berufe der Personenbeförderung, Paketzusteller*innen und viele mehr. In “Zeiten von Corona” zeigen sich die fatalen Konsequenzen der Tatsache, dass diese Berufsgruppen in den vergangenen Jahren zu wenig gesellschaftliche und politische Anerkennung erfahren haben – und dass ihre Arbeit vor allem systemmatisch zu gering entlohnt wurde und wird. Diejenigen, die in diesen Tagen die Gesellschaft “tragen”, verdienen unterdurchschnittlich wenig. Auf diesen Missstand gilt es mehr denn je aufmerksam zu machen und Forderungen zu stellen.

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