Solidaritätsbesuch bei den streikenden Kolleg*innen von Voith in Sonthofen

Der Technologiekonzern Voith verkündete im Herbst 2019 die Schließung des Standortes Sonthofen. Seit vier Wochen befinden sich die Kolleg*innen des Voith Werks Sonthofen in einem unbefristeten Streik. Aktive Gewerkschafter*innen und Aktive der linken Plattform „Zukunft erkämpfen!“ aus München statteten ihnen einen Solidaritätsbesuch ab.

Im Werk Sonthofen werden Spezialgetriebe hergestellt. Die Mitarbeiter sind hochqualifiziert und identifizieren sich mit der Qualität ihres Produkts. Sie sind stolz auf das was sie tun und gehen unter Normalumständen gerne zur Arbeit. Seit einigen Jahren bemerkten sie aber einen Kurswechsel im Management im Umgang mit ihrem Standort. Qualifizierte Facharbeiter und Ausbilder wurden entlassen, Forschungskooperationen nicht mehr weiter intensiviert und auch andere Maßnahmen ließen aufhorchen. Im vergangenen Herbst nun die klare Botschaft: das Werk soll geschlossen werden. Continue reading

Aufruf zur Kundgebung: Eure Krise – Nicht auf unserem Rücken!

Die Corona-Krise stellt uns alle vor große Herausforderungen. Nach ein paar Monaten zeigt sich aber vor Allem, dass der Kapitalismus kein krisenfestes System ist. Er wälzt die Krisenlast auf die Schultern derjenigen ab, die sowieso am wenigsten haben. Hinter vielen Maßnahmen die im Zug von Corona getroffen wurden wird deutlich, für wen Politik gemacht wird. So war es in Bayern verboten auf Parkbänken zu sitzen oder Freund*innen zu treffen, nicht aber, in Großraumbüros oder der Produktionshalle zu schuften. Versammlungen wurden verboten, die Spargelernte musste stattfinden. In Pflegeeinrichtungen vereinsamen Menschen, während andere sich in U-Bahnen und Zügen drängen, um zur Arbeit zu kommen.

Alles, was für das Wohl der Menschen wichtig ist war von heute auf morgen zu. Die Betreuungssitution für Familien, die Ausgangsbeschränkungen auf engem Wohnraum, das Überleben mit Kurzarbeitergeld und die Auswirkungen der Isolation auf die menschliche Psyche, die Einsamkeit in Pflegeeinrichtungen – sind in der Debatte kaum Thema. Auswirkungen auf die Wirtschaft werden überall prominent behandelt. Continue reading

Kundgebung: Was bleibt von dem Geklatsche…? Für Gesundheit statt Profite!

Heute haben Kolleg*innen aus der Pflege und politische Aktivist*innen gemeinsam eine Kundgebung veranstaltet, um auf die prekäre Arbeitssituation im Gesundheitsbereich hinzuweisen. In Schutzkleidung stellten sie sich am Giesinger Bahnhof in der Nähe eines privatisierten Pflegeheims auf, um sich mit den dortigen Beschäftigten zu solidarisieren und gegen die schlechten Arbeitsbedingungen zu protestieren. Da keine elektronische Verstärkung erlaubt war, wurden die Inhalte über große Schilder transportiert. (Gleichzeitig dürfen Rechte und Verschwörungstheoretiker mit einer professionellen Bühne auf der Theresienwiese ihre Versammlungen abhalten). Durch eine Flüstertüte berichteten Pfleger*innen von ihrer Arbeitssituation und ihren Forderungen. In der Umgebung und an dem Pflegeheim wurden noch Flyer mit Forderungen aufgehängt und verteilt.

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Durchbrechen wir die Isolation – Video zu 1 Monat Zukunft erkämpfen!

Mitte März haben wir uns zusammengeschlossen, um während der Corona-Krise Solidarität und Widerstand zu organisieren. Weil es gerade zu Krisenzeiten besonders wichtig ist, für unsere Interessen einzutreten, von der Gesellschaft Ausgeschlossene zu schützen und uns gemeinsam zu organisieren.

Weil sich gerade in Krisenzeiten zeigt, dass sich alles sehr schnell ändern kann. Dass unser profit- und konkurrenzbasiertes System nicht in Stein gemeißelt ist. Dass eine andere Welt möglich ist. Solidarisch und demokratisch.

In diesem Video seht ihr einige Aktionen der letzten Wochen, die zeigen: auch in Zeiten von Ausgangssperren und Überwachung können wir aktiv bleiben. Lasst uns gemeinsam die Isolation durchbrechen!

Keine Quarantäne für Freiheitsrechte! Nehmen wir sie uns! – Aktionstag am 25. April

Am 25. April kreativ und solidarisch auf die Straße gehen

Seit Wochen sind wir mit dem Corona-Virus und der durch sie vertieften Wirtschaftskrise konfrontiert. Der Virus an sich ist unpolitisch – die Art und Weise, wie damit umgegangen wird, ist dagegen hoch politisch. Denn mit Verweis auf den Infektionsschutz hat der Staat in dieser Zeit unsere Freiheitsrechte massiv eingeschränkt:

Unsere Versammlungsfreiheit wurde uns weitestgehend genommen, Demonstrationen und andere Möglichkeiten der politischen Meinungsäußerung kriminalisiert. Damit geht einher, dass die Befugnisse der Polizei enorm ausgeweitet wurden – politische Aktionen unterliegen noch mehr ihrer Willkür.

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#1MaiBleibt – tragen wir unsere „Roten Tücher“ nach draußen!

Dieses Jahr ist alles anders. Seit Wochen machen sich linke Kräfte Gedanken über alternative Aktionsformen in Zeiten von Corona. Auch der 1. Mai wird dieses Jahr kreativ begangen werden müssen. In München gibt es eine Initiative, die eine Mobilisierung und Aktionen organisiert. Wir rufen auf sich zu beteiligen. Den Aufruf und die Aktions-Updates könnt ihr hier nachlesen.

 

Als Teil der bundesweiten Plattform “Nicht auf unserem Rücken” gestalten wir eine gemeinsame Mobi-Aktion. Macht mit und schickt uns Fotos eurer Roten Tücher!

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Kämpft weiter Schwestern* – Frauen*kampf Aktionen in München

Frauen* der lohnabhängigen Klasse tragen in diesem patriachalen System eine doppelte Last.
 

 

Sie sind es meistens, die einen kräftezerrenden, unbezahlten Alltag aus Betreuung von Kindern, Eltern und Nachbarn und Haushalt bestreiten müssen. Gleichzeit besteht die Ausbeutung durch den Kapitalismus. Es sind auch überwiegend Frauen*, die in gesellschaftlich notwendigen Jobs arbeiten, die grundsätzlich unterdurchschnittlich bezahlt werden.  Auch wenn Politiker*innen in ihren Reden die Wichtigkeit von Pflegekräften* hervorheben, sind es vor allem diese Bereiche, in denen die Angestellten durch den Kapitalismus ausgebeutet und unterdrückt werden.
 

 

Während Corona erleben wir eine Zuspitzung dieser Verhältnisse: 
 

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Keine Corona-Party bei Amazon

Einer der großen Corona-Profiteure ist der Versandhandelkonzern Amazon. Der Online-Handel boomt, womit Arbeitskräfte bei Amazon gerade gefragt sind.

Berichte aus den Logistikzentren zeichnen ein besorgniserregendes Bild: der Mindestabstand wird nicht eingehalten und es gibt kaum bis keine Schutzkleidung. Amazon macht gerade auch durch krankheitsbedingte Kündigungen von sich reden, wobei sie gleichzeitig Prämien für Anwesenheit einführen.

 

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